Plattencover-Review: The Life Of Pablo – Kanye West

Yeezus – das neue Album von Kanye West ist da! The Life Of Pablo wird seinen Hype bekommen – doch wer ist eigentlich der Mann hinter dem Artwork?

Kanye West ist völlig durchgeknallt und größenwahnsinnig – das wird sicher keiner bestreiten wollen (Doch? Demnächst will er Kreativchef beim französischen Luxuslabel Hermès werden. 2020 dann Präsident der vereinigten Staaten von Amerika…). Dass er genial ist, diese Meinung teilen nicht alle. Sicher ist, er war immer ein Visionär im amerikanischen Hip-Hop.
Nun also das neue Album, riesen Show und Live-Stream aus dem Madison Square Garden in New York (20.000 Plätze, ausverkauft). Alles ist durchdacht, jeder Schritt von Ye sicher kalkuliert.
Was sagt uns also das Artwork hinter seienem neuen Werk?

Kanye West, Artwork, Cover
Das Cover zu Kanyes neustem Streich (Quelle: Twitter)

 

Artist: Kanye West

Titel: The Life Of Pablo

Release: 11. Februar 2016

Designer: Peter De Potter

 

 

 

Der Belgische Künstler Peter de Potter ist vorallem durch seine Arbeit mit Raf Simons (Ex-Dior) bekannt. Seit 2001 arbeitete er mit dem Modedesigner zusammen, der unter anderem Prints von De Potters Werken für seine Stoffe verwendete. Bis 2010 war Peter De Potter als Creative Consultant für Raf Simons tätig.

Danach hat er sich statt der Mode wieder der bildenden Kunst zugewandt und gefühlvolle Werke zwischen Liebe, Gewalt und Freiheit geschaffen. Collagen aus Bildern, Fotos, Grafiken. Immer mehr mit dem Smartphone ( Im Interview mit Tush Magazine äußert es sich über das Internet, Drogen und die Jugend).

Zuletzt machte er mit dem Dust Magazine eine gemeinsame Kollektion.

Zum Thema Plattencover äußerte er sich letztes Jahr das erste Mal, als er auf die künstlerische Bedeutung von Jamie Reids Artwork für die Sex Pistols mit Dazed and confused sprach.

Nun also das Cover von Kanye Wests neuem Werk.

Kanye twitterte auch das alternative Cover:

Auf den ersten Blick ähnelt es dem Originaldesign von Peter De Potter sehr, die Grundfarbe ist gleich, die Schriftart. Doch es verwendet eine andere Schriftgröße für den Titel und enthält außerdem einen Subtitel – Which One – ein Track des Albums. Neben der ebenfalls auf dem Original zu findenden Fotografie einer Famile bei einer Hochzeit, trägt die Alternative ein weiteres Bild einer Frau in Rückenansicht. Beide Bilder sind aus der Zeit gefallen. Nicht zeitgenößisch aber auch nicht ewig gestrig.

Es ist kein Zufall, dass die beiden bedeutenden Künstler zuammen finden. Mode, Musik und Kunst verschmelzen in der Arbeit beider Persönlichkeiten – so kann man sie beide ohne Untertreibung betiteln – in besonderer Weise zusammen.

Das Cover ist visuell bezwingend, es ist experimentell und es erinnert an die 90er. Kein Zufall, sicher nicht. Es enthält keinen Titel, keinen Hinweis auf das musikalische Genre. Es ist präsent und spricht für sich. Das tut Kanye auch, ob man das nun gut findet oder nicht.

 

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