The Weight und das wohl beste Video des Jahres

Die Österreichische Band The Weight hat für ihre Single Trouble 46 ikonische Plattencover nachgestellt. Hier erzählen sie, wie sie dazu kamen, welches ihr liebstes Motiv ist und was das ganze mit Vernunft zu tun hat.

Wirklich originelle Musikvideos sind mittlerweile ja durchaus selten geworden. Wie groß die Freude ausfällt, wenn mal wieder eine geniale Idee gut umgesetzt wird, zeigt die Resonanz auf den Clip zur aktuellen Single Trouble der Band The Weight.

Die vier Jungs aus Voralberg haben nicht weniger als über drei Dutzend ikonische Sleeves nachgestellt. Wie sie zu der Idee kamen und wie der Dreh war, hat Sänger Tobias Jussel verraten.

Zusammenarbeit mit Design-Kollektiv

Ob die Rolling Stones (Some Girls), Queen (Queen II), The Doors (Morrison Hotel), The Who (Quadrophenia), Deep Purple (In Rock), die Beatles (Help), David Bowie (Aladdin Sane) oder AC/DC (Highway To Hell): Es gibt kaum ein Cover aus den 1960er und 70ern, dass man nicht wiederfindet.
Die Idee dazu kam dem Manager der Band. Realisiert haben sie das Video dann mit dem Wienern Designer-Kollektiv Atzgerei.

Vier Musiker, zwölf Tage und 46 Cover

Zwölf volle Drehtage hat es dann gedauert, bis das kleine Kunstwerk im Kasten war. Von der Nachproduktion mal ganz abgesehen. „Es war auch ein Menge Improvisation vonnöten, um die Ausgangsidee mit den begrenzten materiellen Mitteln, die uns zur Verfügung standen, umzusetzen. So sind wir beispielsweise oft, wenn nur einer oder zwei von unserer Band auf dem Set anwesend sein mussten, in Second Hand Shops gehetzt, um Kleidungsstücke aufzutreiben, die wir mit Klebeband, Farbe und anderen Dingen so präparieren konnten, dass sie den Originalköstumen möglichst nahe kommen“, beschreibt Tobias die Arbeit.

The Weight Trouble Video Cover Musicvideo Band

Küssen als wunderbares Auswahlkriterium

Bei so vielen Sleeves mit Wiedererkennungswert, liegt natürlich die Frage nahe, wie man sich da eigentlich am die Auswahl macht. „Natürlich hat jeder seine ganz besonderen Favoriten – sozusagen Herzensangelegenheiten, die jeder auch unbedingt unterbringen wollte“, verrät der Sänger. “ Wir alle verbinden mit Musik ja sehr viel: zu welchem Song habe ich das erste Mal jemanden geküsst, welche Musik habe ich auf Parties oder alleine zuhause im Kinderzimmer gehört, welche Gruppe hat mich auf den Pfad der Rockmusik geleitet usw. Wir haben selbstverständlich versucht, diesen Vorlieben auch Rechnung zu tragen. Daneben gibt es aber auch Cover, die einen derart ikonischen Wert gewonnen haben, dass sie in ein solches Video wie Trouble aufgenommen werden mussten. Da fallen mir etwa Pink Floyds Dark Side of the Moon oder Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles ein.“ Bei so vielen Covern ist es natürlich schwer, einen Favoriten zu benennen. Aber Tobias findet „wir haben Deep Purples Fireball recht gut getroffen.“

Willen, Werte und Rebellion

Das schöne an der Auswahl ist, dass der Schwerpunkt der 60er und 70er auch ziemlich gut zu der Musik von The Weight passt. Zufall? Mitnichten! „Die erste Hälfte der 60er finde ich unglaublich cool, was Mode und Design anbelangt, die zweite Hälfte dann wunderbar experimentell und abgedreht und die 70er einfach nur stylish. Man muss sich nur das Design der Autos ansehen, um Bescheid zu wissen“, erklärt Tobias.  „Da war nicht immer alles von Vernunft geleitet – was ja etwa auch auf die Schlaghose zutreffen würde – sondern mehr von einem Willen, Werte wie Freiheit, Erotik, Rebellion und Fortschritt in Formen wiederzugeben. Damit können wir als Rockband nun definitiv etwas anfangen…“

Wer sich davon live überzeugen will: The Weight sind gerade auf Tour.  Alle Termine gibt’s unter: theweightrock.com/tourdates  Und am 17. November 2017 erscheint die Debüt-LP.

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2 Gedanken zu “The Weight und das wohl beste Video des Jahres

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